Geschichte

Bei der Namensfindung war man sich recht schnell einig: Das Gebiet rund um die Hütte ist geprägt von moosigen Wiesen und Almangern – zusammengefügt ergab das den Namen „Moosangerl“.

Die jetzige Hütte ist nicht die Ursprüngliche. Um 1921 kam es, durch eine Unachtsamkeit der damaligen Sennerin, zu einem Hüttenbrand, bei dem die alte Moosangerlalm vollständig niedergebrannt ist.

Der Entschluss die Hütte wieder aufzubauen war schnell gefasst und so wurde sie in mühevoller Handarbeit am jetzigen Standort wieder errichtet. Der Wiederaufbau erfolgte maßgeblich durch Leonhard Rettenbacher – den Großvater von Hans – gemeinsam mit dessen Familie. Dieser hat den Auftrag zur Neuerrichtung von seinem Bruder (Kastenhofwirt aus Oberhofen) übernommen.

Die Steine für die Grundmauern, sowie das Holz für Dachstuhl, Verkleidung und Dachhaut, wurden ohne den Einsatz von arbeitserleichternden Maschinen an Ort und Stelle gewonnen und bearbeitet. Bei den Bauplanungen stellte sich heraus, dass sich rund um die abgebrannte Hütte Kalksteinlassen befanden, aus welchen mit der richtigen Technik die Quader für die spätere Steinmauer herausgebrochen werden konnten. Überbleibsel aus dieser Zeit, ist die heute sehr geschätzte Natursteinplatte. Wer genau schaut, sieht auf den Steinen der Hüttenmauer noch die Spuren, wie sie von Hand behauen und in Form gebracht wurden.

Hans‘ Onkel – der bekannte Mundartdichter August Rettenbacher – war zu dieser Zeit knappe 11 Jahre alt und hat seine damaligen Erlebnisse und Eindrücke in einem seiner Bücher festgehalten.

Als die Moosangerlalm 1956 zum Verkauf stand, lag es für den Vater und Onkel von Hans – Johann Rettenbacher und Johann Georg Neureiter – auf der Hand zusammenzulegen und die Alm zu erwerben. Neuer Besitzer wurde der damals erst 14-jährige Hans, der zu dieser Zeit bereits Besitzer eines landwirtschaftlichen Grundes war und somit die Voraussetzungen für den Grunderwerb am Trattberg erfüllt hat. So kam die Alm in unseren Familienbesitz.

Die Eltern von Hans – Johann und Theresia Rettenbacher – verbrachten von da an einige Sommer, gemeinsam mit den Kindern und angenommenem Almvieh auf der Hütte. Touristisch genutzt wurde sie damals noch nicht. Steigende Besucherzahlen auf der Alm ließen die Idee entstehen, einen kleinen Almausschank zu beginnen.

Nachdem die Moosangerlalm zwischenzeitlich auch einige Jahre von Hans‘ Schwester Maria Rettenbacher gepachtet wurde, hat er den Almausschank 1991 selbst übernommen. Seit 1994 wird die Jausenstation von Doris und Hans betrieben. Tatkräftige Unterstützung bekommen die Beiden von ihrer Tochter Theresa.